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``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

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Symbiose   von   Medien   und   Politik   nimmt   zu.   So   erfordert   der mediengerechte Wahlkampf auch größere finanzielle Ressourcen, da u.a.   extern   beauftragte   Profis   bei   der   aufwendigeren   PR-Arbeit entsprechend  einen  höheren  finanziellen  Aufwand  verursachen.  So richtete     z.B.     erstmals     1998     die     SPD     eine     kostspielige Wahlkampfzentrale  wenig  entfernt  von  ihrer  Bundesgeschäftsstelle ein. Die Tendenz der Professionalisierung des Kampagnenmanagements wird auch dadurch begründet. 2.2.3 Wähler entscheiden über Wahlrelevanz   Die    Wählerschaft    ist    ferner    von    Prozessen    der    Auflösung sozialmoralischer  Milieus,  der  daraus  folgenden  Individualisierung sowie  dem  zunehmenden  Verlust  ihrer  Parteiidentifikation  gelenkt. Eine  Anzahl  von  Wechsel-  und  Nichtwählern  steigt  und  verstärkte Politikverdrossenheit,    kann    beobachtet    werden.    „Die    größer werdende Distanz der Bürger zu politischen Parteien und politischen Eliten, die Zunahme des Anteils der Protestwähler, die Schwächung der   organisatorischen   Mobilisierungsfähigkeit   der   Parteien   sowie tiefgreifende Veränderungen in der Kommunikationstechnik zwingen Parteien  zu  einer  fortschreitenden  Professionalisierung.“  (Römmele 2002,  S.45  ).    Parteien  müssen  ihre  Anhängerschaft  nicht  nur mobilisieren,  sondern  immer  wieder  auch  Vertrauen  erneuern  und aktiv überzeugen. Wähler sind nicht nur selbstständiger im Umgang mit   Medien,   sondern   nehmen   nun   auch   eine   differenzierende Stellung ein. Die Glaubwürdigkeit von Politik und Politikern wird eher angezweifelt.  Die  Medienkompetenz  wächst  in  der  Wählerschaft auch  im  Umgang  mit  neuen  Medien  stetig.  Daneben  wird  in  den Medien  immer  wieder  auch  der  Show-  und  Inszenierungscharakter von     politischen     Ereignissen     akzentuiert     und     in     negativer Auslegungen   den   Parteien   angelastet.   Diese   „Verhandlung“   der Machtverhältnisse im Handlungssystem der Wahlkampfkommunikation   zwischen   Medien   und   Parteien   muss notwendigerweise  stärker  auf  die  Vertrauensbildung  zum  Wähler abzielen,    um    das    Gleichgewicht    im    demokratischen    System beizubehalten. Die Chancen der Partizipation der Wählerschaft sind 8
  
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