Title:

``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

Home
deutsch
  
ISBN: 3531136984   ISBN: 3531136984   ISBN: 3531136984   ISBN: 3531136984 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

Pfetsch  (2001)  grundsätzliche  Differenzen  in  den  Systemen  heraus kristallisiert,    die    eine    „Amerikanisierung“    in    der    politischen Kommunikation der BRD betont anzweifeln. Eher abwägend beurteilt Farrell:  „Es  hat  ohne  Zweifel  eine  Annäherung  gegeben,  aber  bis zum  heutigen  Tag  bleiben  die  Grundzüge  der  westeuropäischen Kampagnen  in  vielerlei  Hinsicht  sehr  verschieden  von  denen  der USA. Insbesondere betrifft das die fortdauernde Rolle der Parteien“ (Farrell 2002, S. 96).   Die  maßgeblichen  Kontextfaktoren  sollen  nun  in  Abhängigkeit  der drei    Hauptakteure    für    die    Wahlkampfkommunikation    in    den entsprechenden drei Handlungsfeldern untersucht werden. Auch die gesetzlichen  Regelungen  der  Wahlkampffinanzierung  sind  in  der Betrachtung der Rahmenbedingungen im Wahlkampf als bedeutender Faktor einbezogen.     2.3.2   Regierungssysteme und Parteiorganisationen Die  BRD  versteht  sich  als  freiheitliche,  pluralistische  Demokratie, dessen grundlegende politische Struktur im Grundgesetz geregelt ist. Das   parlamentarische   Regierungssystem   der   BRD   steht   dem präsidentiellen     der     USA     gegenüber.     Dem     amerikanischen Präsidentschaftskandidaten  wird  verfassungsgemäß  eine  zentrale Rolle  zugeschrieben  und  die  Wahlkampfstrategie  dementsprechend stark   auf   das   Kandidatenimage   ausgerichtet.   Denn   sowohl   die Präsidentschaftswahlen als auch Kongresswahlen sind Personenwahlen. Die amerikanischen Parteien sind nicht, wie in der BRD,   durch   starke   Parteiorganisationen   gebunden.   Parteien   im amerikanischen Regierungssystem sind eher „nur“ Wahlkampforganisationen mit wenig beständiger Kommunikation zu den  Wählern.  Der  Willensbildungsprozess  ist  (nach  Pfetsch  2001) durch das amerikanische System der Interessengruppen und Lobbys stark  „fragmentiert“.  Daher  werden  die  Medien  außerordentlich  als Unterstützer  und  Vermittler  der  Regierung  gebraucht.  Die  Medien haben derart direkten Anteil am politischen Entscheidungsprozess.   Deutsche   Parteien   tragen   im   repräsentativen   Regierungssystem hingegen  eine  umfassende  Verantwortung  bei  der  Willensbildung ihrer  Wähler  (z.B.  in  Art.  21  Abs.  im  Grundgesetz).  Sie  sind  ein 10
  
Wahlen und Wähler in der Bundesrepublik: Eine Einführung (Studienbücher Politisches System der Bundesrepublik Deutschland)
von Thorsten Faas,
Jürgen Maier,
Andreas M. Wüst
Sonstige Artikel:
Patent- und Musterrecht: Textausgabe zum deutschen, europäischen und internationalen Patent-, Gebrauchsmuster- und Geschmacksmusterrecht
von Andreas Heinemann
Irrtümer der Erdgeschichte. Die Urzeit war gestern.
Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 4: Bestandteile der Materie. Atome, Moleküle, Atomkerne, Elementarteilchen
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Geschichte

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum