Title:

``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

Home
deutsch
  
ISBN: 3531141376   ISBN: 3531141376   ISBN: 3531141376   ISBN: 3531141376 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

Hauptakteur     mit     „ausdifferenzierten     Parteiapparat     und     (...) Massenmitgliedschaft, die die Kommunikation zwischen Parteien und Bürger   über   die   Parteiorganisation   möglich   machen.“   (Römmele 2002,   S.   46).   Die   Bezeichnung   „Parteiendemokratie“   zeigt   die Schlüsselposition, welche die Parteien in dem politischen System der BRD   ausüben.   Der   Willensbildungsprozess   ist   traditionell   und verfassungsgemäß   u.a.   stark   durch   die   Parteien   geprägt.   Das personalisierte Verhältniswahlrecht der BRD verankert in Art. 21 GG die     zentrale     Rolle     der     Parteien.     Durch     die     Erst-     und Zweitstimmenwahl    ist    eine    Personen-    und    eben    auch    eine Parteienkomponente vorgegeben. Bundestagswahlkämpfe wurden bis dato eher von den Parteizentralen geplant und organisiert. Die Wahlkampfführung bzw. –kommunikation  ist  bis  heute  maßgeblich  von  den  Parteien  als politischer   Akteur   bestimmt,   auch   wenn   seit   1998   zunehmend Fachleute  aus  der  Werbung,  Medien,  Wissenschaft,  Journalismus und   Wirtschaft   in   die   Wahlkampfführung   einbezogen   werden. Zahlreiche   Experten   leiten   im   aktuellen   Forschungsstand   der „Politischen  Kommunikation“  die  Bezeichnung  „Parteiendemokratie“ auf  den  Begriff  „Mediendemokratie“  um.  Der  gewachsene  Einfluss, insbesondere  der  Massenmedien  im  politischen  Handlungssystem unserer   Demokratie,   wird   in   dieser   Benennung   der   politischen Struktur deutlich. Farrell (2002) betont zudem die Anzahl  von  Parteien  im  politischen Wettbewerb  als  einwirkender  Faktor  in  den  Parteiensystemen.  Das deutsche   System   ist   ein   Vielparteiensystem.   „Im   Zwei-Parteien- System  der  USA  mit  seinem  ‚Alles oder  nichts’-  Prinzip  im  Hinblick auf   den   Wahlerfolg   führen   die   Kandidaten   der   beiden   großen Parteien  einen  uneingeschränkten  Kampf  um  die  Vormachtstellung über alle Rivalen. Nur ein Kandidat kann das Rennen gewinnen; es gibt  nicht  so  etwas  wie  eine  ‚Koalitionsregierung’.“(Farrell  2002,  S. 79).   In der ersten Parlamentskammer (USA) beträgt die Legislaturperiode nur   2   Jahre.   So   herrscht   in   den   USA   nahezu   permanenter Wahlkampf,  welches  sich  im  hohen  Professionalisierungsgrad  der Kampagnen wiederspiegelt. 11
  
Wahlen und Wähler: Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 2002
von Jürgen W. Falter
Sonstige Artikel:
Spielen statt kämpfen
Metzler Lexikon Literatur: Begriffe und Definitionen
Forever Young - Geheimnis Eiweiß
von Dr. Ulrich Strunz
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Geschichte

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum