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``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

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2.3.3  Mediensystem Der  Kontextfaktor  Mediensystem,  bzw.  Medienordnung  akzentuiert die Unterschiede in der Wahlkampfkommunikation der BRD und den USA.   Neben   der   entsprechenden   Gesetzgebung,   welche   die Beschränkungen   der   Medien   im   Wahlkampf   festlegt,   ist   eine entscheidende Rahmenbedingung durch die Existenz des öffentlich- rechtlichen  Rundfunks  im  deutschen  Mediensystem  gegeben.  Im amerikanischen Mediensystem sind nur private Anstalten gegenständlich.  Auch  der  erheblich  erweiterte  Zugang  der  Parteien zum ausschließlich kommerzialisierten Rundfunk der USA stellt eine gravierende     Besonderheit     im     Vergleich     dar.     Im     liberalen Mediensystem    können    sich    die    Parteien    und    Politiker    im amerikanischen Wahlkampf unbegrenzt Sendezeiten einkaufen.   Der enorme Wettbewerb im privatwirtschaftlichen Sektor in den USA, insbesondere im Leitmedium Fernsehen, bezeichnet Pfetsch (2002) als  den  Medientyp  der  den  „medienorientierten  Stil  der  politischen Öffentlichkeitsarbeit“    fördert.    Im    Bezug    auf    die    notwendige Kostenreduzierung  für  die  Informationsbeschaffung,  sind  „Medien empfänglich     für     die     bereits     nach     Nachrichtenwerten     und Medienlogiken  zugeschnittenen  Botschaften  der  politischen  PR.  ... Politische Stile des News Managements sind in Ländern zu erwarten, deren Medienordnung noch öffentlich-rechtliche Medien vorschreibt, die   –   wie   im   Fall   der   Bundesrepublik   –   einen   so   genannten Öffentlichen  Auftrag  erfüllen  und  dementsprechend  politischer  bzw. pluralistischer    Kontrolle    unterliegen.“    (Pfetsch    2002,    S.    30). Sendezeiten    für    TV-Spots    werden    nach    einem    speziellen, repräsentativen  Quotenschlüssel  auf  alle  zur  Wahl  zugelassenen Parteien aufgeteilt. Der gewaltige Umfang des amerikanischen „paid media“     ist     in     der     Medienordnung     des     politisch-kulturellen Handlungssystems  der  BRD  nicht  gegeben  und  bisher  auch  nicht gewollt.  Sowohl  im  amerikanischen  als  auch  im  deutschen  System wird  das  sogenannte  „free  media“  für  die  Parteienwerbung  genutzt. Diese  Form  bezeichnet  die  Art  der  unbezahlten  Parteienwerbung. Durch Inszenierung sogenannter Pseudoereignisse im Themenmanagement  z.B.  durch  Agenda-Setting,  -Cutting,  -Surfing 12
  
Schröder gegen Stoiber: Nutzung, Wahrnehmung und Wirkung der TV-Duelle
Sonstige Artikel:
Allgemeiner Teil des BGB (C.F. Müller Großes Lehrbuch)
Hidden Order: How Adaptation Builds Complexity (Helix Books)
Freakonomics: A Rogue Economist Explores the Hidden Side of Everything
 
   
 
     
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