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3. Begriffe moderner Wahlkampfkommunikation
3.1 Die These: Amerikanisierung der Wahlkämpfe
In der recherchierten Literatur zum Thema Amerikanisierung der
Wahlkämpfe in der BRD werden generell zwei Ansätze diskutiert.
Eine Annahme erfasst die Modernisierungsthese, nach der die
gegenwärtige
Wahlkampfkommunikation
im
Prozess
der
Individualisierung und Modernisierung der Gesellschaft erklärt wird.
Der andere Ansatz zeichnet die Amerikanisierungsthese in der
Wahlkampfkommunikation. Im Grundgedanken bezieht sich diese
These auf die Entwicklung der politischen Kommunikation.
Wesentliche Bezugspunkte sind hier die amerikanischen Wahlkampf-
und Marketingtechnologien, die im allgemeinen Globalisierungstrend
auf die deutsche und generell europäische Politik- und Medienkultur
transformiert wird (nach Pfetsch 2001; Römmele 2002; Farrell 2002).
Der zentrale Faktor dieser These ist die zunehmende Direktive des
Hauptakteurs Massenmedien. Im Handlungssystem der politischen
Kommunikation stellen sie heute (laut der These) das Leitmotiv dar.
Entsprechend bestimmt die Medienlogik, wie es dem amerikanischen
Handlungssystem unterstellt wird, auch die aktuelle Entwicklung in
der Wahlkampfführung der BRD. Bestehende Wahlkampfstrategien
in der BRD sind demnach amerikanisiert, da sie sich
(annahmegemäß) im allgemeinen Anpassungsbestreben an die USA
auch stark an der amerikanischen Medien- und Politikkultur
orientieren. Amerikanisierung der Wahlkämpfe meint generell eine
umfassende Transformation amerikanischer auf die deutschen
Wahlkampfstrategien, hier konkret für die Bundestagswahl 1998 und
2002. Welches aber genau sind die Merkmale einer häufig im sehr
negativen
Sinne
bezeichneten
amerikanisierten
Wahlkampfkommunikation? Die kritischen Stimmen sprechen z.B.
von einer Entpolitisierung und Entideologisierung in der modernen
Wahlkampfkommunikation, die in der Amerikanisierung begründet
liegen. So wird der Begriff Amerikanisierung auffällig von den
Medien favorisiert, um den Inszenierungs- und Showcharakter von
Wahlkampagne anzuprangern,... . (Holtz-Bacha 2001 B, S. 3). Nach
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