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wie Römmele es veranschaulicht: am Puls des Wählers. (Römmele
2002, S. 37).
Nach den bisherigen Forschungsergebnissen (nach Schicha 2002)
wirkt die bildliche Darstellung, auch von wahlrelevanten
Informationen, überwiegend realistischer und vor allem auch
glaubwürdiger, als in Text- oder Audioformaten. Visuelle Signale
lösen viel eher auch tiefgreifende Emotionen aus. Daher ist das
Fernsehen in der professionalisierten Wahlkampfkommunikation das
Leitmedium. Die Visualisierung der Botschaft ist ein dienliches
Mittel (und zugleich Inhalt) der Kommunikation, um komplexe
Sachverhalte durch die Darstellung von Schlüsselbildern komprimiert
und plakativ zu beschreiben. (Schicha 2002, S. 36). In den
deutschen Wahlkämpfen werden zunehmend Expressiv- und
Negativ-Bildstrategien eingesetzt. Die entsprechend medien- bzw.
fernsehbildgerecht inszenierten Aufmerksamkeitsmomente (z.B.
Konferenzen, Veranstaltungen, Staatsbesuche, u.a.) sind für ein
Themen- und Ereignismanagement dienlich , dass die
Medienberichterstattung
beeinflussen
soll
(Agenda-Setting).
Wahlkämpfe werden heute bei uns wie in den Vereinigten Staaten
als
politisches
Kommunikationsdrama
gestaltet,
so
der
Politikwissenschaftler Fritz Plasser, ein Drama, das durch die weitere
Thematisierung in den Medien einen selbstverstärkenden Effekt
entfaltet. (Falter ; Römmele 2002, S. 55). Der Wahlkampf und die
darauf bezogene Meinungsforschung selbst sind heute fester
Bestandteil auf der Medien-Agenda in Wahlkampfzeiten. Die Frage
hierbei, ob und in welchem Maße das Wahlkampfthema eigens von
den Medien oder den Parteien durch Agenda-Setting, -Building oder
-Surfing arrangiert wird, bleibt hier offen. Einen Vorteil können (in
Form von Einschaltquoten, Aufmerksamkeit, Macht, etc.) allerdings
beide Akteure daraus ziehen. Der Wähler scheint offenbar sein
vielförmiges Bedürfnis nach spannender, authentischer,
verständlicher
und
unterhaltender
Information
und
Kommunikation befriedigen zu wollen. Holtz-Bacha beschreibt:
Nachdem die Politik also das Fernsehen zum für sie
interessantesten Medium erklärt hat, aber auch zu der Auffassung
gelangt ist, dass es im Sinne der Politik zu riskant ist, Auswahl und
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