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S. 38). Personalisierung ist einer der Nachrichtenfaktoren und gilt
zunehmend als ein wesentliches Stilmittel (in Selektion und
Darstellung)
der
Berichterstattung.
Vornehmlich
die
Visualisierungsstrategie der Botschaft favorisiert den Politiker (als
Person) im Bildformat bzw. Fernsehen. Denn mit glaubwürdigerer
Politik in Person können sich die Wähler viel mehr identifizieren.
Selbst das Privatleben von Kanzlerkandidaten scheint zunehmend
das Interesse des Wählers zu wecken (nach Holtz-Bacha 2001 A, B).
Der private Aspekt (Privatisierung) im Kandidatenimage eignet sich
in der medialen Darstellung als Mittel zur Emotionalisierung der
Botschaft, die den politischen Aufmerksamkeitsgrad erhöht. Dem
gesteigerte Unterhaltungsbedürfnis des Wählers (Publikums) wird
derart entsprochen. Der Wähler ankert das Vertrauen zur Partei,
Programm und Kandidaten auch über seine Identifikation mit dem
privaten Lebensstil des Repräsentanten. Generell ist unterhaltende
Politik im Wahlkampf ein zunehmend vertretenes Stilmittel. Dieses
Instrument in der Wahlkampfkommunikation steht für die wachsende
Beziehung zwischen Politik- und Unterhaltungskultur. Bestimmt sind
die Kennzeichen der unterhaltenden Politik im Begriff des
Politainment oder allseitiger Infotainment. Letzteres bezieht alle
Informationsbereiche ein, nicht nur die politikrelevanten. Da heute
Ideologien und Parteiprogramme zweckdienlicher über Symbolik und
Personalisierung in den Focus bzw. ins Bild gesetzt werden, wird
auch von der Entideologisierung und Entpolitisierung
gesprochen. Komplexe politische Handlungen und Prozesse werden
auf dem Weg zum Wähler reduziert bzw. veredelt. Als politische
Essenz soll die Identifikation in der breiten Öffentlichkeit und letztlich
die politische Beteiligung erzielt werden. Holtz-Bacha bringt die stark
medienorientierte Kampagnenstrategie auf die Kurzfassung: Images
vs. Issues, Imagepolitik statt Sachthemen. (Holtz-Bacha 2001 A, S.
3). Der Wähler orientiert sich (nach Schicha 2002) nicht in erster
Linie nur an den Kanzlerkandidaten als Persönlichkeit und der
scheinbaren sozialen Führungskompetenz, sondern an der
Sachthemenkompetenz der aktuellen Parteipositionierung. Eine
geschickte Strategie des Agenda-Settings und Surfings ist hier
entscheidend. So kann die Ansicht über kompetentes Handeln eines
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