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``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

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den    „homepages“    der    Parteien    komfortabel    und    umfassend informieren. Auch kann er die politische Themen-Agenda im Online- Medium   aktiv   mitgestalten.   „Im   Internet   müssen   die   Parteien vertreten sein, um sich ein modernes Image zu geben.“ (Holtz-Bacha 2001 B, s. 4). Durch die Selektion des Wählers aus dem Angebot der vielfältigen  Medienwelt  und  aus  dem  Inhalt  des  Angebots  bestimmt der Wähler mit und löst den Impuls der Kommunikation selbst aus. Das    Internet    ermöglicht    gleichzeitig,    direkte    und    interaktive Kommunikation    auch    in    verschiedenen    Gruppen.    Wesentliche Grundsätze     unseres     demokratischen     Handlungssystems     wie Gleichheit,   Partizipation   und   Vergemeinschaftung   werden   (nach Römmele   2002,   S.   43),   durch   die   Chance   der   interaktiven Kommunikation,  im  neuen  Medium  Internet  im  Legitimationsakt  der Wahlkampfkommunikation gestützt.   Nun  bleibt  zu  klären,  inwieweit  die  Bundestagswahlkämpfe  konkret die Merkmale der professionalisierten Wahlkampfführung aufzeigen. Und  in  welchem  Grad  sind  diese  typisch  amerikanisch?  Stellen  die Tendenzen in der Politikkultur sowie -struktur nicht notwendigerweise Elemente    des    tiefgreifenden    Wandels    (Modernisierungs-    und Individualisierungsprozesse der  Gesellschaft) im Handlungssystems deutscher Wahlkampfkommunikation dar? 4.   Bundestagwahlkämpfe 1998 und 2002 4.1 Tendenz der professionalisierten Wahlkampfführung 1998 Im  Bundestagswahlkampf  1998  begann  in  der  BRD  die  Ära  der professionalisierten  Wahlkampfführung.  Alle  größeren  Parteien (SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und PDS) bemühen sich seit dem zunehmend intensiv um Professionalität. „Ob Plakate, Werbespots,   politische   Veranstaltungen   oder   Parteitage   –   das Design wurde wichtiger, ohne dass dadurch zwangsläufig die Inhalte in  den  Hintergrund  gedrückt  wurden.“  (Schicha  2002,  S.  37).  Die SPD  setzte  ihre  Schwerpunkte  auf  professionelles  Organisations- und  Kommunikationsmanagement,  Konzentration  der  Kompetenzen auf ein Strategiezentrum, Personalisierung und auf zentrale Themen. 25
  
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