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``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

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Nach Fengler und Jun (2003) hatten sich die gesetzten Anfänge der Professionalisierungstendenz von deutschen Bundestagswahlkämpfen von 1998 in 2002 gefestigt. Insbesondere die SPD-Kampagne „Kampa02“ zeigt noch stärker professionalisierte Elemente der Wahlkampfkommunikation. „So ließen die Strategien und das Wahlkampfmanagement der anderen Parteien   im   Wahljahr   2002   erkennen,   dass   CDU/CSU,   FDP, Bündnisgrüne    und    PDS    die    erfolgreiche    Strategie    und    das Kommunikationsmanagement der SPD gründlich studiert hatten. Das Ergebnis:  Ein  deutlicher  Professionalisierungsschub  auch  in  den anderen  Wahlkampfzentralen.  (Fengler  ;  Jun  2003,  S.  169).  Die Personalisierung    war    2002    bei    allen    Parteien    als    zentrales Instrument  dominierend  vertreten.  Die  Spitzenkandidaten  werden noch   auffälliger   in   Abstimmung   mit   Programm   und   Symbolik inszeniert.   Imagewerte,   wie   Sympathie   und   Kanzlerbonus   von Gerhard  Schröder  oder  auch  die  Popularität  von  dem  Kandidaten Joschka  Fischer  der  Bündnis90/Die  Grünen  wurden  gezielt  in  den Kampagnen   eingesetzt.   Parteien   und   Medien   gestalteten   und vermittelten mit professionellen Instrumenten eine themenspezifische Symbolik und Personalisierung von politischen Botschaften.   Die  im  Wahlkampf  2002  ausgestrahlten  TV-Duelle  des  Kanzlers Gerhard Schröder und seines Herausforderers Edmund Stoiber sind ein ausdrucksvolles Indiz für den sehr ausgebildeten Professionalisierungstrend.   Die   beiden   TV-Duelle   stellten   ein Novum im deutschen Fernsehwahlkampf dar.  Beide  waren nach Dehm    (2002),    in    der    Erwartung    auf    eine    Sensation,    ein außerordentlicher Quotenerfolg. Die Gründe darin liegen vor allem in der  „wochenlangen  Vorabberichterstattung  über  ‚das  Ereignis’  des Wahlkampfes,  die  Prominenz  der  beiden  Kandidaten,  der  stark  auf die  Kanzlerkandidaten  ausgerichtete  Wahlkampf  und  natürlich  den Reiz,  einen  direkten  Schlagabtausch  mitzuerleben....“  (Dehm  2002, S. 608 f). Die Duelle wurden sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der  sozialwissenschaftlichen  Forschung  mit  großer  Aufmerksamkeit beobachtet und diskutiert. Noch stärker als 1998 haben die Medien den  Wahlkampf  als  Wettkampfereignis  und  Wettstreitgespräch  zum Hauptthema    hochstilisiert.    Die    TV-Duelle    waren    dabei    auch 27
  
Das Internet im Wahlkampf: Analysen zur Bundestagswahl 2009
von Eva Johanna Schweitzer
Siehe auch:
Die Massenmedien im Wahlkampf: Das Wahl...
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