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``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

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ISBN: 3810041238   ISBN: 3810041238   ISBN: 3810041238   ISBN: 3810041238 
 
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1. Einleitung Die beiden letzten Bundestagswahlen 1998 und 2002 scheinen eines bezeichnend darzulegen: die Wahlkampfführung in Deutschland wird zunehmend     professionalisiert     sowie     personalisiert     und     das Leitmedium  Fernsehen  nimmt  hierbei  eine  zentrale  Vermittlerrolle ein. So z.B. nannte Gerhard Schröder 1998 für die SPD-Wahl zehn Gründe,  von  denen  der  letzte  einfach  „Helmut  Kohl“  hieß.  Bei  der Wahl   2002   erlangte   die   in   der   deutschen   Fernsehgeschichte erstmalig  ausgestrahlten  TV-Duelle  der  beiden  Kanzlerkandidaten eine   enorme   Beachtung   in   der   Öffentlichkeit.   Die   These   vieler Betrachter  lautet:  die  letzten  Jahre  stehen  für  die  Wandlung  hin  zu „amerikanisierten“ Kanzlerwahlkämpfen. Die Begründung hierfür liegt für   verschiedene   Analysten   auf   der   Hand:   oft   ist   von   einem Übergreifen  der  viel  diskutierten  „Amerikanisierung“  der  deutschen Gesellschaft, nun auch auf die deutsche Politik und Wahlkampfkultur zu  hören.  Ein  deutliches  Indiz  dafür  sein  die  immer  mehr  auf  die Kanzlerkandidaten   zugeschnittenen   Wahlkampagnen.   Auch   der gestiegene Einfluss einer personalisierteren Medien- und insbesondere Fernsehberichterstattung wird vielfach als naheliegende   Erklärung   herangezogen.   Hier   würden   gesteigert periphere    und    politisch    nicht    relevante    Eigenschaften    wie Äußerlichkeiten,  Emotionen  und  die  Privatsphäre  von  Kandidaten betont.   Auch   eine   Personalisierung   des   Wählerverhaltens      wird festgestellt (Brettschneider 2002 B, Schulz ; Zeh 2003). Entschieden  werden  Wahlen  weiterhin  von  den  Wählern  und  deren Auffassungen  von  politischer  Bedeutung,  bzw.  Relevanz.  Es  stellt sich  die  Frage,  ob  bzw.  wie  sich  Wähler  von  den  beobachtbaren Nuancen    in    der    Wahlkampfführung    und    in    der    medialen Berichterstattung   beeinflussen   lassen?   Ferner   ist   von   Interesse, inwieweit  die  Veränderungen  der  Wahlkämpfe  1998  und  2002  in Deutschland   eine   eigene   Entwicklung   in   einem   übergreifenden Modernisierungsprozess darstellen. Oder bedeuten die Veränderungsprozesse selbstredend eine zunehmende Angleichung an die amerikanische Politik- und Wahlkampfkultur, die auch in der „Amerikanisierungsthese“ beschrieben werden? Politik- und 1
  
Die Bundestagswahl 2002: Analysen der Wahlergebnisse und des Wahlkampfes (Veröffentlichung des Arbeitskreises "Wahlen und politische Einstellungen" ... für Politische Wissenschaft (DVPW))
von Frank Brettschneider
Sonstige Artikel:
Übungsbuch Allgemeine Chemie (Sav Chemie)
Das Gummistiefel-Gefühl: Mein neues Leben in der Pampa
von Harald Braun
Das singende, klingende Bäumchen
von Christel Bodenstein,
Dorothea Thiesing,
Francesco Stefani
 
   
 
     
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