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Die Absicht und Tendenz der zielgruppenspezifischen Ansprache
offenbart sich in der Anwendung vielfältigster Kommunikationskanäle
und der Ausdifferenzierung im massenmedialen Bereich. Und unter
den
Massenmedien
stellt
das
Fernsehen
die
wichtigste
Informationsquelle (für wahlrelevante Informationen) dar... . Das
Fernsehen hat die größte Reichweite, und es wird von den
Menschen
als
das
glaubwürdigste
Medium
angesehen.
(Brettschneider 2002 A, S. 37). Da die ausschlaggebenden Begriffe
und Themen von Wahlkämpfen über die Wahlberichterstattung im
Fernsehen vermittelt werden, soll nachstehend ihre wesentliche
Richtung für das Wahljahr 2002 aufgezeigt werden. Ausdrücklich
steht dabei der Vergleich von öffentlich-rechtlichen und privaten
Fernsehen im Vordergrund, denn hier liegen die entscheidenden
Bedingungen des deutschen Mediensystems und dadurch auch im
Handlungssystem der Wahlkampfkommunikation.
4.3 Wahlberichterstattung 2002: Im öffentlich-rechtlichen und
privaten Fernsehen
An dieser Stelle sollen die wesentlichen Ergebnisse des ARD/ZDF-
Wahlmonitors zur Bundestagswahl 2002 (nach Krüger; Zapf-Schramm
2002) vorgestellt werden. Die Untersuchung vergleicht die
Wahlberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ZDF, ARD)
sowie im privaten Fernsehen (SAT.1, RTL, ProSieben). Gegenstand
der Studie waren die wahlrelevanten Informationsangebote der
Sender, die in der heißen Wahlkampfphase 2002 (sechs Wochen vor
der Wahl) erfasst wurden. Die wichtigsten Ergebnisse lassen sich in
folgenden Aussagen zusammenfassen:
Im Umfang (Anteil von ARD und ZDF 75 %) und der Vielfalt von
wahlrelevanten
Informationsangeboten
waren
die
öffentlich-
rechtlichen Sender maßgebliche Anbieter.
Das neue Format Fernsehduell war eines der Hauptthemen und
erlangte eine erhebliche Aufmerksamkeit. Die TV-Duelle der beiden
Spitzenkandidaten erweisen sich als Spannungsfaktor und Instrument
der Wählermobilisierung.
Die
Themenstruktur
aller
fünf
Sender
weitestgehend
übereinstimmend. Das Hauptthema ist der Wahlkampf selbst. Die
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