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Medien-Agenda enthielt außerdem: Wirtschaft und Arbeitsmarkt
(positive Kompetenzzuweisung für die Union) sowie Außen- und
Verteidigungspolitik
(Irakkonflikt)
und
Hochwasserkatastrophe
(positive Kompetenzzuweisung für SPD/Bündnisgrüne).Alle Sender
zeigten eine ausgewogene Präsenz der großen Parteien, wobei die
Privaten stärker auf die Kandidatenparteien und die Kandidaten selbst
fokussierten. Die öffentlich-rechtlichen Sender vermittelten ein viel
breiteres Spektrum an Politikerpräsenz (O-Ton-Auftritte). Private
konzentrierten sich eher auf die beiden Spitzenkandidaten
(Personalisierungstendenz).
Die Bewertungsprofile der Kanzlerkandidaten Schröder und Stoiber
zeigten die Tendenz des Negativismuses. Das Verhältnis der Profile
zueinander war jedoch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern
ausgewogen.
Das Fazit lautet: Die Wahlberichterstattung zur Bundestagswahl
2002 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen war eher informativ,
ausgewogen, umfangreich und vielfältig. Ebenso war die
Bewertungstendenz ausgeglichener als im kommerziellen Privat-
Fernsehen. Deutsche Wahlkämpfe können meines Erachtens in den
Bedingungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Dualen System
nicht typisch amerikanisch sein. Der gesetzliche Programmauftrag
des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordert bzw. garantiert
gleichsam Vielfalt und Qualität im Programm. Nach den o.g.
Untersuchungsergebnissen war die Wahlberichterstattung 2002 bei
ARD und ZDF demzufolge relativ ausgewogenen, vielfältig und sehr
umfangreich. Das ausschließlich kommerzielle Mediensystem der
USA
dagegen,
steht
unter
den
Konzessionen
eines
unvergleichbaren Wettbewerbdrucks. Das Wesen der gegenwärtigen
Wahlberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der BRD
ist letztlich auch als professionalisiert zu beschreiben. Diese
Analogie
bezieht
sich
auf die
Merkmale
der
heutigen
Wahlkampfkommunikation, die durch zunehmenden Einsatz
moderner IuK-Techniken geprägt ist.
Dem zu Folge ist die professionalisierte Wahlkampfkommunikation
wesentlich
durch
die
Modernisierung-
und
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