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heute gegeben sind. Hierzulande sind die Ziele zur Steuerung der
politischen Prozesse, insbesondere in Wahlkampfzeiten, aktualisiert.
Das
zentrale
Motiv
lautet:
Die
Politikvermittlung
durch
Medieninszenierung ist eher nur das Mittel zum Zweck. Medien sind
nicht das wesentliche strategische Instrument für politische
Handlungsmacht wie in den USA. Dies wird auch in der politischen
Entscheidung für das Duale System mit dem öffentlich-rechtlichen
Sektor klar deutlich. Die Zugänglichkeit der politischen Akteure ist, im
Vergleich zu den USA, staatlich gesteuert und wesentlich
reglementierter.
Parteien und Medien gestalteten und vermittelten mit professionellen
Instrumenten eine themenspezifische Symbolik und Personalisierung
von politischen Botschaften. Die aufgezeigten Bedingungen der
politischen Struktur und Kultur in der BRD und den USA, weisen auf
beachtliche Unterschiede hin.
Die grundsätzlichen Differenzen in den Systemen sind deutlich in
den
Merkmalausprägungen
der
professionalisierten
Bundestagwahlkämpfe
zuerkennen.
So
lässt
sich
eine
Amerikanisierung in der politischen Kommunikation der BRD in
Frage
stellen.
Die
Annäherung
an
die
modernen
Wahlkampfstrategien der USA ist gleichwohl gegeben. Die
Ausprägungen in den deutschen Wahlkampagnen sind jedoch
insbesondere auch durch die parteiendemokratischen Grundsätze
bestimmt. Die in Art. 21 GG verankerte zentrale Rolle der Parteien
setzt immer noch den entscheidenden Rahmen für die Akteure in
den deutschen Wahlkämpfen.
So schließe ich mich der Annahme an, welche in der
Modernisierungsthese vertreten ist. Demnach erklärt sich die
Professionalisierungstendenz der Wahlkampfkommunikation in den
Bundestagswahlen 1998 und 2002 im Entwicklungsverlauf der
Individualisierung und Modernisierung der deutschen Gesellschaft.
Wahlkämpfe sind klar moderner aber trotzdem typisch deutsch!
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