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``Amerikanisierung`` der Wahlkämpfe?

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Kommunikationswissenschafter   in   Deutschland,   insbesondere   im Bereich   der   Wahlkommunikationsforschung,   haben   sich   in   den letzten     Jahren     beständig     und     umfangreicher     mit     diesen Fragestellungen   befasst.      Die   „Amerikanisierungsthese“   wird   im aktuellen Forschungsstand der „Politischen Kommunikationswissenschaft“ intensiv diskutiert. Gegenstand dieser Arbeit ist die Darstellung der wichtigsten Ergebnisse auf Basis einer repräsentativen     Literaturauswahl.     Während     die     Bezeichnung „Amerikanisierung“ vorwiegend in den Medien verwendet wird, wenn der Inszenierungs- und Showcharakter von Wahlkampagnen kritisiert werden  soll,  so  sprechen  wissenschaftliche  Kampagnenbeobachter eher  von  Modernisierung  als  von  „Amerikanisierung“.  „Ihrer  Ansicht nach muss diese Entwicklung vielmehr als Resultat und Konsequenz des gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses und der wachsenden   Bedeutung   der   Massenmedien   gesehen   werden“ (Römmele 2002, S. 44). Wahlkampfexperten begreifen den Prozess pragmatischer.  Radunski  dem  zu  Folge  erklärt:  "Dabei  kann  man Wahlkämpfe  weder  verstehen  noch  konzipieren,  wenn  man  nicht bewusst    die    Amerikanisierung    der    politischen    Kommunikation bejaht.“ (Radunski 1996, S. 33). Theoretisch wird  gleichermaßen die Angleichung von Wahlkämpfen an den US-amerikanischen Typ bzw. eine Übernahme von Methoden der Wahlkampfführung (Schulz ; Zeh 2003), angenommen. Die relevanten Forschungsergebnisse werden zunächst  im  theoretischen  Rahmen  betrachtet.  Die  Einleitung  soll Begriffe   und   Funktionen   in   der   Wahlkampfkommunikation,   bzw. politischer  Kommunikation  vorstellen.  Folgend  werden  strukturelle Rahmenbedingungen deutscher und amerikanischer Wahlkampfführung im Vergleich erörtert. Im nächsten Schritt soll der Begriff   und   die   These   der   „Amerikanisierung“   erklärt   und   die Merkmale    professionalisierter    Wahlkämpfe    aufgezeigt    werden. Konkret   wird   bei   den   Bundestagswahlkämpfen   1998   und   2002, insbesondere  in  der  Fernsehberichterstattung,  die  Ausprägung  der Merkmale  überprüft.  Die  strukturellen  Bedingungen  des  politischen Kommunikationssystems   als   Ausgangspunkt   der   gegenwärtigen Merkmalausprägungen von „amerikanisierten“ Wahlkampfstrategien, lassen abschließen folgern: Insbesondere das deutsche 2
  
Wahlen und Wähler: Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 2002
von Jürgen W. Falter
Sonstige Artikel:
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von Birgitta Grimm,
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