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Handlungssysteme in der Bundesrepublik (BRD) und den USA sind
für die Untersuchung der Amerikanisierungsthese entscheidend.
Hieran kann die Übertragbarkeit des US-amerikanischen Modells
einer Mediendemokratie in die deutsche Wahlkampfkommunikation
geprüft werden. Die speziellen Strukturbedingungen der politischen
Kommunikation in der BRD und den USA werden im Vergleich (nach
Pfetsch (2001), Farrell (2002) und Römmele (2002)) in Kapitel 2.3.
dargestellt. Zunächst sollen jedoch die Prozesse der jeweiligen
Hauptakteure im strukturellen Systemwandel aufgezeigt werden.
2.2 Struktureller Systemwandel in der Wahlkampfkommunikation
2.2.1 Medien veredeln und vermitteln Wahlrelevanz
Mit der Aufnahme privater Rundfunkanstalten in den 80iger Jahren
und der rasanten Entwicklung auf dem technologischen Gebiet der
Neuen Medien, sind im deutschen Mediensystem neue (moderne)
Akteure eingetreten. Die Tendenz der Ökonomisierung im Dualen
Rundfunksystem und Liberalisierung in der digitalen Infrastruktur der
Bundesrepublik nimmt seit diesem Zeitpunkt zu. Selbst der öffentlich-
rechtliche Rundfunksektor steht zunehmend unter Konkurrenzdruck.
Im multimedialen Mediensystem ist eine Verhaltensänderung des
Rezipienten offensichtlich, denn dieser kann zunehmend aus einem
umfangreicheren
und
vielförmigeren
Informations-
und
Unterhaltungsangebot nach individuellen Bedürfnissen auswählen.
Die Rezipienten sind souveräner geworden im Umgang mit den
Medien
und
suchen
sich
ihr
Informationsmenü
aus
unterschiedlichen Quellen zusammen. (Klingemann;Voltmer 2002).
Heute werden über 900 Printmedien angeboten und der Wähler kann
in ca. 40 Fernsehkänale auswählen (Machnig 2002). Die
Visualisierung
und
der
Unterhaltungscharakter,
auch
von
wahlrelevanten Informationen, wird für eine möglichst breit
anzusprechende Wählerschaft immer wichtiger .Die Wähler nehmen
wahlrelevante Informationen der Parteien und Politiker vorwiegend
durch das Leitmedium Fernsehen auf. Im Schwerpunkt setzen hier
die Medien die Themen, über welche die Wähler reflektieren und
letztlich die politische Relevanz entscheiden. Dabei räumen die
Medien der Politik im Programm tendenziell weniger Zeit ein. Die
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